18. August 2026
Hamburg – Komplexe Tarife, umständlicher Ticketkauf und die Sorge, das falsche Ticket zu wählen: Gelegenheitsfahrende sowie Touristinnen und Touristen zögern deshalb häufig, den ÖPNV zu nutzen. Account-based Ticketing (ABT) beseitigt diese Hürden. HanseCom zeigt auf, wie es Bus und Bahn attraktiver macht.
Gelegenheitsfahrende sowie Touristinnen und Touristen für sich zu gewinnen, ist für den ÖPNV meist mit hohen Vertriebskosten verbunden. In vielen Städten und Regionen bieten ihm diese Zielgruppen aber großes Potenzial. Wenn es gelingt, dass sie auf Bus und Bahn umsteigen, können Verkehrsunternehmen ihre Einnahmen deutlich steigern. Gleichzeitig verschiebt sich der Modal Split weiter zugunsten der Mobilitätswende.
Account-based Ticketing bietet Verkehrsunternehmen dafür ein ideales Instrument. Es ist kostengünstiger als herkömmliche Vertriebskanäle, senkt die Einstiegshürden erheblich und macht diesen Zielgruppen die Nutzung des ÖPNV deutlich einfacher. HanseCom erläutert die größten Vorteile von ABT aus Fahrgast-Sicht:
1. Einfacher Ticketkauf ohne Tarifkenntnisse. Kreditkarte oder Smartphone an den Validator halten, einsteigen, losfahren: Das ist alles, was Fahrgäste noch tun müssen. Die Abrechnung erfolgt automatisch im System. Niemand muss sich mehr vor Antritt der Fahrt aufwändig und zeitintensiv mit komplexen Tarifstrukturen auseinandersetzen.
2. Automatisch der beste Preis. Mithilfe einer Bestpreislogik kann Account-based Ticketing den Fahrgästen immer den für sie günstigsten Fahrpreis garantieren. Das System berücksichtigt automatisch alle Fahrten innerhalb eines definierten Zeitraums – etwa eines Tages, einer Woche oder eines Monats – und ermittelt auf dieser Grundlage den günstigsten Tarif. Fahrgäste müssen daher nicht im Voraus abschätzen, welches Ticket sich für ihr Nutzungsverhalten am meisten lohnt.
3. Kein Risiko von Fehlkäufen. Weil sich Fahrgäste nicht mehr durch den Tarifdschungel kämpfen müssen, besteht auch keine Gefahr mehr von Fehlkäufen. Sie riskieren nicht, versehentlich zu viel für eine Fahrt zu bezahlen, und müssen sich auch keine Sorgen machen, aufgrund einer falschen Tarifwahl mit einem ungültigen Ticket unterwegs zu sein.
4. Vorhandene Alltagsmedien nutzen. Fahrgäste benötigen kein passendes Bargeld, kein Ticket und müssen auch nicht zwingend eine App herunterladen. Für die Nutzung des öffentlichen Verkehrs reichen Bankkarten und Smartphones aus. Diese Medien tragen die meisten Menschen ohnehin immer bei sich.
5. Transparenz über Fahrten und Kosten. Alle Fahrten werden automatisch im persönlichen Kundenkonto erfasst und nachvollziehbar abgerechnet. Fahrgäste können jederzeit einsehen, wann sie welche Strecke gefahren sind und welche Kosten entstanden sind. Das schafft Übersicht und Kontrolle über die eigene Nutzung.
„Wer mehr Menschen für Bus und Bahn gewinnen will, muss ihnen die Nutzung so einfach wie möglich machen“, erklärt HanseCom-Geschäftsführer Sebastian Neil Hölken. „Account-based Ticketing reduziert Hürden, sorgt für den günstigsten Fahrpreis und schafft Transparenz. Das macht den ÖPNV insbesondere für Gelegenheitsfahrende, Touristinnen und Touristen deutlich attraktiver, ermöglicht es Verkehrsunternehmen, ihre Ticketeinnahmen weiter zu steigern und schafft eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen der Mobilitätswende. Fahrgäste, Verkehrsunternehmen, Umwelt: alle profitieren.“